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Marrakech

Ankunft

Nach der Ankunft am wunderschönen Flughafen Marrakech Menara gelangt Ihr am besten mit einem Fahrer in die Stadt. Die meisten Hotels und Riads bieten die Möglichkeit, direkt einen Transfer mitzubuchen. Gerade wenn man ein Hotel in der Altstadt gebucht hat, kann es sehr wertvoll sein, wenn der Fahrer den Weg kennt, denn nicht jeder Ort ist mit dem Auto erreichbar. Die kleinen Gassen sind sehr eng und das letzte Stück muss oft zu Fuß zurück gelegt werden. Am Flughafen gibt es direkt in der Ankunftshalle auch die Gelegenheit, Dirham an einem der Geldautomaten zu ziehen.

 

Hotel

In den Außenbezirken Hivernage und Palmerie findet Ihr die großen Hotels der bekannten Ketten, ein echtes Kleinod ist aber eine Unterkunft in der Medina von Marrakech. Dort wurden in den vergangenen Jahren immer mehr Herrenhäuser zu kleinen Pensionen umgebaut, die eine Handvoll Zimmer vermieten und einen sehr persönlichen Service bieten.

 

Zwei sehr schöne Riads sind das Riad O2 im Norden der Medina und das Bazaar Café und Hotel in der Rue Sidi el Yamani gleich zwischen der Koutoubia und dem großen Platz, der Jamaa el Fna, auf dem sich abends Schlangenbeschwörer, Wasserverkäufer in ihren alten Trachten und Gaukler einfinden und jeden Besucher in 1001 Nacht versetzen.

 

Shops

Am Marrakech Plaza in der Neustadt Guéliz finden sich etliche Stores der großen westlichen Marken. Die modernen Shops an der avenue Mohammed V und der Place du 16 Novembre stehen dabei im krassen Gegensatz zu den Souks in der Medina.


Ich selbst kaufe lieber in den kleinen Gassen und stöber dort nach Dingen, die ich nirgendwo sonst auf der Welt finde. Dabei muss man ein bißchen auf der Hut sein, denn auch ein Marrakchi wittert nur sein Geschäft mit den kauffreudigen Touristen, und bereitwillig feilschen. Dabei gilt eine goldene Regel: Lebensmittel werden nicht gehandelt. Wer also versucht, den Orangensaft für 4 Dirham noch ein wenig im Preis zu drücken, muss sich nicht wundern, wenn er schimpfend vom Stand weggejagt wird.


Im Zentrum der Souks versuche ich so wenig wie möglich zu kaufen, denn dort sind die Touristenfallen am häufigsten zu finden. Am Rande der Souks sind die Menschen oft froh, ein faires Geschäft machen zu können, das beide Seiten zufrieden heim gehen lässt.


In Marrakech gibt es die besten Gewürze. Auf dem Marché des Epices in den Souks zahlt man aber oft mehr. Die dankbarsten und freundlichsten Händler und die besten und günstigsten Gewürze gibt es in der Mellah, dem jüdischen Viertel in der Nähe des Palais El Badiî. Der Markt heißt Marché Couvert und ist ein bißchen schwierig zu finden, obwohl er dem Palast gleich schräg gegenüber liegt. Er ist in der Nähe des Place des Ferblantiers gleich am Anfang der Rue Riad Zitoun el Jdid.


Alle Händler und Shops zwischen den beiden Palästen Palais El Badiî und Palais de la Bahia waren sehr hilfsbereit, geduldig und hatten gute Waren und faire Preise.


Wagt man sich weiter in die Mellah sollte man sich vor den vielen Führern in acht nehmen. Sie sind eher Touristenabzocke als hilfreich, aber sie nutzen schamlos aus, dass man sich dort sehr schnell in den engen Gassen verläuft.


Genauso ist es in der Kasbah. Ich konnte beiden Vierteln nicht viel abgewinnen und war erstaunt über den Verfall, der besonders in der Kasbah herrschte. Viele der Häuser waren Bauruinen, in denen verarmte Kinder spielten. Hier schien kaum Lebensmut übrig geblieben zu sein und ich war froh, dass Viertel wieder hinter mir lassen zu können.


Restaurants

Betritt man die Medina von der Koutoubia aus, kommt man schnell in die Rue Sidi el Yamani. Dort liegt zur rechten das Bazaar Café. Es wurde erst 2014 eröffnet und ist ein liebevoll restauriertes Riad mit einem sehr guten Bistro auf einer wunderschönen Dachterrasse. Das Essen, der Thé a la menthe und die Gesellschaft des rot-weißen Stubentigers haben den Ausblick auf das Atlas-Gebirge noch weitaus schöner gemacht. Hier fällt es sehr leicht, den ganzen Nachmittag zu verbingen und die Seele baumeln zu lassen, und die Zimmer werden sicher meine nächste Unterkunft.


In der Medina kommt man nicht umhin, den Sonnenuntergang im Café de France an der Jamaa el Fna anzuschauen, und dabei imposante Fotos vom der 77 m hohen Koutoubia-Moschee im abendlichen Zwielicht festzuhalten. Obwohl sich hier Touristen tummeln, sind die Preise fair. Gezahlt wird beim Rausgehen, auf den Kellner sollte man dazu nicht am Platz warten.

 

Nachdem die Sonne untergegangen ist, wehen schon die Rauchschwaden von den Ständen der Jamaa el Fna in den Abendhimmel. Dort etwas von den vielen Holzkohlegrills zu essen ist ein Abenteuer und gleichzeitig sehr lecker. Den Zuschlag kam bei uns immer wieder ein Stand, dessen Besitzer mit Abstand der am wenigsten aufdringliche war. An Stand 100 hab ich mich immer gut aufgehoben gefühlt. Die ganze Familie hilft dort mit und bewirtet die Gäste mit viel Hingabe für ihr essen.

 

Kommt man am Nachmittag an der Jamaa el Fna vorbei, wirkt der Platz lange nicht mehr so mysteriös, ohne die Gaukler und Geschichtenerzähler. Er ist fast leergefegt, bis auf ein paar Saftstände. Stand 33 hat dabei voll und ganz den oben schon genannten Kriterien entsprochen :)

 

An den Ständen mit den Nüssen und Datteln sollte man auch nicht vorbei gehen, ohne etwas zu kaufen. Die Pistazien oder Datteln sind wirklich köstlich und man darf immer probieren, bevor man sich erweichen lässt.


Wenn man von der Jamaa el Fna in Richtung der Souks bummelt, findet man fast schon am Ende des Platzes ein kleines Restaurant. Das Café Kessabine hat eine Dachterasse mit einem Strohdach und ultramarinblauen Geländer. Dort kann man wunderbar sitzen und einen Tee trinken oder eine Kleinigkeit essen und bei der wirklich guten Musik entspannen und das bunte Treiben unten auf den Strassen beobachten. 


Gärten und Paläste

Der schönste Start, um den Tag zu beginnen, ist ein Besuch im Jardin Majorelle. Von der nördlichen Medina kann man gut zu Fuss dorthin spazieren. Der Garten wurde von Yves Saint Laurent neu angelegt und gepflegt. Der Modeschöpfer hat jahrelang in dem blauen Haus inmitten des Gartens gelebt, bevor er sich ein neues, wesentlich größeres auf der anderen Seite der Gartenmauern errichten ließ. Im Jardin Majorelle ist es angenehm kühl und ruhig. In den alten Mauern des Hauses ist nun ein Berbermuseum, ein Café und ein Shop untergebracht. Nach dem Besuch kann, wer will weiterspazieren in die Neustadt Guéliz.


Bevor man sich in die Souks wagt, lohnt sich ein erster Abstecher zur Koutoubia und den umliegenden Gärten. Die Moschee ist überall gegenwärtig und ein sehr guter Orientierungspunkt. Ein Besuch ist Nicht-Muslimen leider nicht gestattet, aber das Bauwerk ist von außen imposant genug mit seinem 77 m hohen Minarett, dass sich mit seiner roten Ziegelsteinfassade von dem blauen Himmel abhebt.


Die Tombeaux Saâdiens sollte man möglichst früh morgens aufsuchen. Am besten beginnt man am Bab Agnaou, dem schönsten und am besten erhaltenen Stadttor. Danach sollte man gleich zu den Gräbern der Saaditen aufbrechen. Sie sind sehr gut besucht und je später es wird, desto länger sind die Warteschlangen, um ins innere der Gebäude blicken zu können.


Nach dem Besuch der Tombeaux Saâdiens bietet es sich an, zum Palais El Badiî weiterzuspazieren. Die dicken Mauern des Palastes sind das imposante Zuhause von Dutzenden Störchen, die dort nisten. Man kann auf einen kleinen Aussichtsturm klettern und von dort einen schönen Blick auf die angelegten Gärten, das Atlasgebirge und die umliegenden Viertel werfen.


Zu guter letzt sollte man von dort aus weiterschlendern zum Palais de la Bahia. Die ausgestellten Räume sind prunkvoll verziert und bilden einen schönen Kontrast zum derben Glanz des Plais El Badiî. Und wer von den Besichtigungen noch nicht erschöpft genug ist, nutzt gleich die Gelegenheit, den Marché Couvert aufzusuchen und sich dort mit Gewürzen einzudecken.


Reiseführer

Leider gab es bei unserem Besuch noch nicht die neue Edition des Lonely Planet Pocket Guides, unser Reiseführer von DuMont war aber auch Gold wert!


Wichtig ist vor allem, dass man sich schnell aus dem Kopf schlägt, Strassenschildern folgen zu können. Manchmal gibt es keine, manchmal sind sie nur in arabisch. Am einfachsten findet man sich zurecht, in dem man sich markante Punkte merkt. Die Koutoubia hilft immer zur Orientierung. Die Marrakchi sind zwar oft sehr hilfsbereit, aber meistens nicht geübt darin, eine Karte zu lesen. Falls doch, wollen sie meist entsprechend entlohnt werden, was aber manchmal nicht unbedingt die schlechteste Alternative ist :)


Lonely Planet Pocket Guide


DuMont Direkt Reiseführer