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Als ich klein war, haben wir jedes Jahr im Sommer Urlaub gemacht. Wir sind oft nach Belgien an den Strand gefahren oder zur Costa Brava. Und immer traumhaft lange.

 

Urlaub bedeutet für mich, Zeit für sich selbst zu haben, sich zu entspannen. Und dazu gehören vertraute Orte. An denen ich gut abschalten kann, und die ich nicht erst erkunden muss, um zu wissen, wo der nächste Supermarkt ist. Meine Mama hat damals immer gesagt, Du musst lange Urlaub machen, denn in der ersten Woche brauchst Du Zeit, um Dich zu akklimatisieren. Erst danach fängt die Erholung an.

 

Erst mit den ersten Klassenfahrten und Sprachreisen begab ich mich auf meine erste Reise. Ich erkundete fremde Orte genau um des Entdeckens willen. Es gab so viel Neues zu sehen. Das brachte mir unheimlich viele Impressionen und Anregungen. Reisen ist das Zauberwort, um alle schlechten Gedanken zu verdrängen. Man wird so sehr durch die vielen neuen Eindrücke abgelenkt, dass man die Sorgen schnell vergisst. Es ist Urlaub für den Geist. 

Nach der Schulzeit hab ich die Welt bereist. Ich war hungrig darauf, mich in fremde Kulturen zu integrieren und zu bewegen, als würde ich dorthin gehören. Aber auch wenn eine Reise einem viele glückliche Momente schenkt, ist es meist auch anstrengend, weil man einen weiten Weg zurück legt. Man bereist ein ganzes Land oder einen Streifen davon. Oder verbringt ein langes Wochenende in einer fremden Stadt, die einem platte Füße beschert und glücklich und erschöpft einschlafen lässt. 


Urlaub hingegen ist genau das Richtige, um sich physisch zu erholen und neue Kraft zu tanken. Eine Woche an der Ostsee mit langen Strandspaziergängen und einer traumhaften Therme, aus der es nur wenige Schritte bis zum Hotelzimmer sind. Leckeres Essen, guter Wein und spannende Bücher.

Irgendwann habe ich entdeckt, dass ich gar keine freien Tage mehr zu Haus verbracht hab. Ich hab jeden Urlaubstag dazu genutzt, zu verreisen. Ich war eine gehetzte Person in einer gehetzten Welt, immer auf der Suche nach neuen Eindrücken, und vor allem neue Geschichten zu erleben. Es hat mein Hirn freigepustet und mir viele glückliche Momente geschenkt. Aber mir fehlte Zeit für mich. Um mal wieder in mein Lieblingsgeschäft zu gehen und nicht nur kurz vor Ladenschluss shoppen zu gehen. Oder einen Tag im Strandbad zu verbringen, in der Sonne zu sitzen und Kaffee zu trinken oder einen Film im Open-Air-Kino zu schauen.

 

Ja, es ist auch wirklich schön, zu Hause Urlaub zu machen. Wie damals, als ich klein war. In den Sommerferien.

 

Seitdem sind meine Urlaubstage kostbar eingeteilt. Ich versuche, so viele Reisen wie möglich zu unternehmen. Geld ist darin wesentlich besser angelegt als in neue Klamotten. Meistens sind es Wochenendtrips in irgendeine europäische Stadt oder kurze Reisen in die Ferne. Aber ich ich fahre auch jedes Jahr mit meinen Eltern ein paar Tage nach Zeeland. Wir mieten dort immer ein kleines Chalet auf einem Campingplatz. Und ich freu mich jedes Mal wie ein Keks. Auf Pannekoeken und Poffertjes, die sensationellen Lakritze im Supermarkt, auf das leckere Eiscafe an der Ecke und den Markt jeden Mittwoch. Jedes Jahr wiederzukommen und in der Kirche eine Kerze anzuzünden. Darauf, dass wir im nächsten Jahr wieder alle gemeinsam dorthin kommen. 

Touristen sind wir dabei alle immer. Fremde in einer fremden Welt. Wichtig ist, dass man keine Distanz aufbaut, sondern eintaucht in die Abenteuer und Gastfreundschaft, die einem geboten wird. Wenn man anderen nicht arrogant begegnet, wird man auch niemals Ablehnung erfahren. Denn jedem Menschen tut ein bisschen Wertschätzung gut. Und jeder freut sich, wenn Du ihm zeigst, dass er stolz auf seine Heimat sein kann. Du wirst staunen, wie schnell Du von der armen Frau an der Ecke in den Arm genommen wirst, Dir wildfremde Menschen mitten in der Nacht nach einem langen Arbeitstag ihre Hilfe anbieten oder Du plötzlich bei Fremden am Tisch sitzt und ein leckeres Abendessen bekommst.

Urlaub oder Reisen

© Manufaktur Pusteblume          

Es gibt zum Glück auch in der Reiseindustrie gerade den Trend, Dich schnell in der Fremde aufzunehmen.

 

Hostels versprühen frischen, innovativen Charme, sind umweltbewusst, kultig eingerichtet und sehr jung und multikulturell. Und sie geben einem das Gefühl, auch mit 60 willkommen zu sein. Oder mit Rollkoffer statt Backpack. Und die zentrale Lage ist unschlagbar.

 

Auch einige Hotels wollen weg davon, nur eines unter vielen zu sein. Okko Hotels restauriert liebevoll alte Gebäude und distanziert sich von den klassischen Gemeinschaftselemente eines Hotels. Es gibt keine Rezeption und kein Restaurant, dafür aber eine Club-Lounge, die eingerichtet ist, wie Dein Zuhause. Mit einer Ecke mit bequemen Sofas, die dazu einladen, abends bei einem Glas Wein ein dickes Buch zu lesen, wie in Deinem Wohnzimmer. Und einer richtigen Küchenzeile, in der den ganzen Tag über kleine Snacks, Suppen, Brote und Desserts gibt. Und einer Ecke, die ausschaut, wie ein Arbeitszimmer, wo Du Deinem Laptop anschließen kannst und ungestört bist.

 

Andere wollen Luxus zu kleineren Preisen anbieten und setzen dafür mehr auf andere wichtige Features wie Nachhaltigkeit. Bei dem A la carte-Konzept kostet das Zimmer weniger, dafür bucht man alles, was man nutzen möchte hinzu. Das bedeutet, wenn Du das Spa oder den Fitness-Bereich nicht nutzt, musst Du auch nicht pauschal dafür zahlen.

 

Communities wie Couchsurfing oder Lovlilocals helfen dabei, Kontakt zu den Bewohnern Deines Reisezieles zu bekommen und den Ort zu erleben, wie ein Einheimischer. Du weißt dadurch, wo gerade ein Pop-Up Store gastiert oder der beste Street Food Market stattfindet. Wo es die beste Pizza der Stadt gibt und außergewöhnliche Orte, die es bisher in keinen Reiseführer geschafft haben. Wie die hübsche Buchhandlung und das dazugehörige Cafe in der alten Kirche in Maastricht. Du kannst Touren mit Segways machen, oder Dich nachts durch den gruseligen Teil der Geschichte Londons führen lassen. Oder bei jemandem zu Hause bekocht werden und einen wunderschönen Abend als Freund verbringen.